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Datensicherung – einfach strukturiert
Die Verwendung eines einzelnen Mediums zur Datensicherung birgt die große Gefahr, dass es trotz des Backups früher oder später zu Datenverlusten kommt. Allein der Systemabsturz während einer Sicherung vernichtet das einzige Backup.
Bei der Entwicklung einer Backupstrategie ist also darauf zu achten, dass der Zugriff auf ältere Versionen der gesicherten Daten gewährleistet ist. Immerhin kann eine Datei zum Zeitpunkt der aktuellen Sicherung bereits korrupt oder virenverseucht sein. Eine einfache Methode dieses Risiko zu minimieren, besteht darin, 5 Cartridges zum täglichen Medienwechsel einzusetzen. Pro Arbeitstag wird ein spezifisches Medium verwendet, das entsprechend, z.B. „Dienstag“ beschriftet werden sollte. Die Auslagerung eines Tapes außerhalb des Gebäudes ist unbedingt zu empfehlen.
GenerationenprinzipMehr Sicherheit im Umgang mit den täglichen Sicherungsroutinen verspricht die Anwendung des sogenannten Generationenprinzips, das je nach Ausprägung häufig auch als Großvater-Vater-Sohn-Methode oder als Vater-Sohn-Methode bezeichnet wird. Dazu benötigt man 21 (9) Bänder oder Bandsätze, je nachdem ob der zu sichernde Datenbestand auf ein einzelnes Band passt, oder ob dazu mehrere Bänder benötigt werden. 12 davon beschriftet man mit „Januar“ bis „Dezember“ (die Großväter), fünf weitere mit „Freitag 1“ bis „Freitag 5“ (die Väter). Die letzten vier Bänder/ Bandsätze bekommen die Wochentage „Montag“ bis „Donnerstag“ als Label (die Söhne).
Montag bis Donnerstag wird ein Backup auf das entsprechend gekennzeichnete Band gemacht, in der nächsten Woche kommen die gleichen Tagesbänder wieder zum Einsatz, die Daten auf diesen Bändern werden also wöchentlich überschrieben. Jeden Freitag sichert man auf das entsprechende Freitagsband. Diese werden somit monatlich überschrieben. Am letzten Wochenende eines Monats wird zusätzlich ein Backup auf das mit dem jeweiligen Monat gekennzeichnete Band gemacht. Dies stellt sicher, dass man in der aktuellen Woche auf ein tägliches Backup Zugriff hat, im Monat immerhin noch auf ein wöchentliches und für absolute Notfälle noch monatlich auf das ganze vergangene Jahr.
Die Sicherungsmethode legt nur einen Teil der Strategie fest. Es bleibt noch zu entscheiden, welche Datenbestände gesichert werden sollen. Dies hat Einfluß auf die Backupgeschwindigkeit und auf den Aufwand eines eventuellen Restores.
VollbackupDer einfachste Weg ist das tägliche Vollbackup aller Dateien – egal ob seit der letzten Sicherung geändert oder nicht. Die Vorteile sind, dass sich auf dem letzten Band alle aktuellen Änderungen befinden und der Benutzer sich keine Gedanken darüber machen muss, was gesichert werden soll und, besonders wichtig, ein Restore gestaltet sich sehr einfach und gefahrlos. Nachteile sind der immense Platzbedarf und Zeitaufwand bei umfangreichen Datenbeständen.
Inkrementelles Backup
Bei dieser Methode wird das Archivbit der Dateien ausgewertet. Das Archivbit ist ein Dateiattribut und wird gesetzt, wenn eine Datei bearbeitet wird. Es bleibt in diesem Zustand, bis es zurückgesetzt wird, was manuell oder durch eine Backupsoftware geschehen kann. Das inkrementelle Backup nimmt nur Dateien in die Sicherung, deren Archivbit gesetzt ist. Nach dem Backup werden die Archivbits der gesicherten Dateien gelöscht. Am nächsten Tag geht das Spiel von vorne los: nur die an diesem Tag geänderten Dateien wandern aufs Band. Auf das GVS-Prinzip übertragen bedeutet dies: die Montagssicherung im Vollbackup, Dienstag bis Donnerstag im inkrementellen Backup. Die anderen Generationen im Vollbackup durchführen. Zwar gehen so die täglichen Sicherungen sehr schnell vonstatten und benötigen nur wenig Platz, es gibt jedoch einen entscheidenden Nachteil: Wird ein Restore notwendig, reicht es nicht, ein einziges Band einzulegen. Es müssen nach dem Restore des letzen Vollbackups alle Bänder zurückkopiert werden, auf denen inkrementell gesichert wurde. Dies kann mit folgender Methode verhindert werden.
DifferenzbackupHierbei wird auch das Archivbit der inkrementellen Methode ausgewertet, jedoch erst nach einem erneuten Vollbackup zurückgesetzt. Die Folge ist, dass alle seit dem letzten Vollbackup geänderten Dateien gesichert werden und sich somit auf dem letzten Backupband alle in der aktuellen Woche geänderten Dateien befinden. Übertragen auf das GVS-Prinzip bedeutet dies das gleiche wie beim inkrementellen Backup, lediglich der Restore wird bedeutend einfacher. Es muss im Katastrophenfall einfach das letzte Vollbackup zurückgesichert werden, anschließend dann die letzte Differenzsicherung.
Weiter Informationen über "Datensicherung" erhalten Sie auf Anfrage oder unter http://www.team4service.de |
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